Aktuelles

Zertifizierung der ersten vier Kindertagesstätten

Am 15. März 2017 war es endlich soweit: in einer Feierstunde haben in der St.-Marien-Kirche in Winsen (Luhe) die ersten vier Kindertagesstätten das Zertifikat „Evangelische Kindertagesstätte“ der Bundesvereinigung Evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder e.V. (BETA) erhalten. Frau Doris Stadler vom Landesverband Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e.V. (levtek) überreichte die Zertifikate an die Leitungen des Ev. Kindergartens Stove, des Ev. Kindergartens Stelle, des Ev. Kindergartens „Trudis Arche“ in Pattensen und der Ev. Kindertagesstätte Matthias-Claudius-Weg in Winsen. Die Leitungen nahmen die Zertifikate stellvertretend für ihre Teams an, mit denen sie in den vergangenen Jahren das Qualitäts-Management-System Kindertagesstätten (QMSK) in den Kindergartenalltag implementiert und Prozessregelungen für nahezu alle Aspekte in der KiTa erarbeitet haben. Durch interne und externe Auditoren wurde gerpüft, ob die Einrichtungen damit die Qualitätsanforderungen der BETA erfüllen, die sich an den Vorgaben von DIN EN ISO 9001:2008 orientieren.

Im Beisein von Vertretern aus der Gemeinde Drage, der Gemeinde Stelle und der Stadt Winsen (Luhe), zahlreichen Eltern und Kirchenvorsteherinnen und

von links nach rechts: D. Stadler (LEVTEK), C.Koss + S. Kietzmann (Ev. Kindergarten Stove), N. Schulz + S. Ebel (Ev. Kindergarten „Trudis Arche“ Pattensen), Superintendent C. Berndt, M. Weselmann + S. Reul (Ev. KiTa Matthias-Claudius-Weg), S. Neumann + C. Petersen (ganz rechts) (Ev. Kindergarten Stelle), R. Arndt + I. Wessel (KiTa-Verband Winsen) (Foto: W. Staake)

Kirchenvorstehern der vier Kirchengemeinden Marschacht, Stelle, Pattensen und St.Marien dankte die pädagogische Leitung des Kita-Verbandes Winsen, Ingrid Wessel, allen Mitarbeitenden für ihr Engagement und Energie, die in diesen Prozess eingeflossen sind. Als Präsent und Dank des Verbandsvorstandes für die Leitungen und Teams der vier KiTas überreichte sie gemeinsam mit Roland Arndt, dem betriebswirtschaftlichen Geschäftsführer des KiTa-Verbandes, allen Einrichtungen  eine Lutherrose, einer Züchtung des Winsener Gartenbaubetriebes Bruno Franz anlässlich des Reformationsjubiläums.

Die anderen Einrichtungen des Verbands streben eine Zertifizierung in den kommenden Monaten ebenfalls an.

Roland Arndt
betriebswirtschaftlicher Geschäftsführer des Verbandes Ev.-luth. Kindertagesstätten im Kirchenkreis Winsen (Luhe)

Über 800 Menschen beim Martinsumzug in Winsen

Mehr als 800 Kinder, Eltern und Mitarbeitende aus den neun evangelischen KiTas in Winsen, Drage, Stelle und Hanstedt versammelten sich auf dem Schlossplatz in Winsen zum Martinsfest (Foto: Roland Arndt)

Mehr als 800 Kinder, Eltern und Mitarbeitende aus den neun evangelischen KiTas in Winsen, Drage, Stelle und Hanstedt versammelten sich auf dem Schlossplatz in Winsen zum Martinsfest (Foto: Roland Arndt)

Der 11. November ist nicht nur der Tag, an dem die fünfte Jahreszeit eingeläutet wird. Es ist der Tag des Heiligen Martin von Tours, der am 11. November 397 beigesetzt wurde. Und es ist der Tag, an dem Martin Luther im Jahr 1483 getauft wurde. Daran wurde erinnert am Laternenfest des Verbandes Ev.-luth. Kindertagesstätten im Kirchenkreis Winsen (Luhe) am vergangenen Freitag.

Über 800 Menschen kamen zum Schlossplatz in Winsen: Kinder, Eltern, Freunde und Verwandte und Mitarbeitende aus den neun evangelischen Kindertageseinrichtungen aus Winsen, Drage, Stelle und Hanstedt. Beleuchtet vom strahlenden Mond und der nahegelegenen St.-Marien-Kirche führten die Vorschulkinder des Ev. Kindergartens „Arche Noah“ in Drennhausen ein kleines Martinsspiel auf. Anschließend erinnerten Pastorin Simone Uhlemeyer-Junghans, Pastor Markus Kalmbach (als Martin von Tours) und Superintendent Christian Berndt (als Martin Luther) an die Bedeutung des Martinstages. Martin Luther, dessen Thesenanschlag am 31. Oktober 1517 die Reformation in Deutschland einläutete, trägt seinen Vornamen in Erinnerung an den Heiligen Martin, der seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte.

Ein langes Band mit vielen Laternen führte rund um die Flutmulde entlang der Luhe (Foto: Roland Arndt)

Ein langes Band mit vielen Laternen führte rund um die Flutmulde entlang der Luhe (Foto: Roland Arndt)

Begleitet vom Posaunenchor des Ev.-luth. St.-Marien-Kirchengemeinde Winsen (Luhe) zogen dann die Kinder mit Laternen über die Luhe an der Flutmulde entlang und dann zurück am Fluss in Richtung Schloßplatz. Dort gab es dann zu den Klängen von „Der Mond ist aufgegangen“ heißen Kinderpunsch und „Martinswecken“ für alle!

Roland Arndt, betriebswirtschaftlicher Geschäftsführer des Verbandes Ev.-luth. Kindertagesstätten im Kirchenkreis Winsen (Luhe)

 

Vierzig Jahre für Kinder da

Kerstin_Petersen_2015Im August 1975 begann Kerstin Petersen ihre Tätigkeit als Erzieherin im Evangelischen Kindergarten Fuhlentwiete. Dieser war damals noch in Trägerschaft der Winsener St. Mariengemeinde. Jetzt feiert die Leiterin des Hortes Fuhlentwiete ihr vierzigjähriges Dienstjubiläum im Verband Evangelischer Kindertagesstätten im Kirchenkreis Winsen.

Als frisch ausgebildete Erzieherin begann Petersen ihren Dienst, nachdem sie kurz zuvor in Hamburg ihre staatliche Anerkennung erhalten hatte. „Es war die Zeit, als Erzieherinnen gerade die Schürze als Dienstkleidung abgelegt hatten und Kinder noch Selbstgestricktes trugen“ erinnert sich die Sechzigjährige. Gut 1.000 Kinder hat sie in dieser Zeit als Gruppenleitung betreut und noch immer arbeitet sie gern als Pädagogin. „Man gibt nicht nur viel, sonder bekommt auch viel zurück“ ist Kerstin Petersen überzeugt.

Vor vier Jahren hat sie die Leitung des Hortes Fuhlentwiete übernommen, der jetzt in einem Trakt der Hanse-Schule untergebracht ist. Damit hat sich ihr Aufgabengebiet deutlich verschoben: Waren es bisher Kinder im Vorschulalter, die Kerstin Petersen betreut hat, so sind es heute Grundschulkinder, die im Anschluss an den Unterricht den Hort aufsuchen. Auch diese Altersgruppe macht ihr Freude und „es ist schön zu sehen, wie selbstbewusst diese Kinder den Kindergarten verlassen, wenn sie in den Hort wechseln“ fügt die Erzieherin hinzu.

Vor etwa 20 Jahren hat sie als eine der Ersten im Landkreis Weiterbildungen in Psychomotorik besucht und sich als Multiplikatorin und Mentorin ausbilden lassen. Dieses ganzheitliche Wissen um Bewegungserziehung mit Körper, Geist und Seele ist fortan in ihre Arbeit eingeflossen und allen Kindern der Kindertagesstätte zugute gekommen. Auch im Hort bietet sie regelmäßig Bewegungsangebote für Kinder an. Besonders schön ist, dass es dort einen eigenen Bewegungsraum gibt, in dem sich die Kinder selbst Bewegungs-Baustellen einrichten dürfen. So wird in beiden Häusern nach Herzenslust gerutscht, geklettert, getobt und balanciert. Schiefe Ebenen, Rollbretter, Hängematten und vieles mehr üben dabei auf die Kinder eine große Faszination aus.

Während das Team der Kindertagesstätte mittlerweile auf über 20 Mitarbeitende angewachsen ist, bleibt es im zweigruppigen Hort überschaubarer. „Dies gibt uns die Möglichkeit, intensiv die Entwicklung jedes Kindes zu beobachten und zu begleiten“. Dass die Kinder sehr gern den Hort aufsuchen, zeigt sich besonders, wenn diese am Ende der vierten Klasse auf weiterführende Schulen wechseln und den Hort verlassen müssen. „Dann fließen manchmal Tränen“ sagt Kerstin Petersen.

Begonnen hat sie vor vierzig Jahren auch gleich als stellvertretende Leitung. In dieser Zeit hat sie die langjährige Leiterin Heidi Becker nach Kräften unterstützt, drei Nachfolgerinnen eingearbeitet und diese ebenfalls bei Bedarf vertreten.

Sie ist ihrem ersten Arbeitgeber treu geblieben und ist froh, in einer evangelischen Einrichtung zu arbeiten. „Wir haben das gewisse ‚Plus‘ – nicht nur auf den Kirchentürmen, sondern leben es täglich auch in unserer Einrichtung“.

Foto: Kerstin Petersen leitet den Hort Fuhlentwiete in Winsen und ist jetzt 40 Jahre als evangelische Erzieherin tätig. Foto: Wilfried Staake

 

Kirchenkreis-Stiftung fördert Evangelische Kindergärten

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Superintendent Christian Berndt, die Kindergarten-Leitungen und die Geschäftsführung des Verbandes freuen sich über die Unterstützung (Foto: Wilfried Staake)

Große Freude herrschte jetzt bei den Leitungen der Evangelischen Kindertagesstätten im Kirchenkreis Winsen: Superintendent Berndt hatte sich dafür eingesetzt, dass die Kindergärten zur Anschaffung von religionspädagogischem Material einen Zuschuss der Stiftung erhalten. So konnten die Erzieherinnen aus jeder Einrichtung für 150 Euro einkaufen gehen.

Die Gesamtsumme von etwa 1.400 Euro stammt aus den Zinseinnahmen, die die Stiftung jährlich erhält. Diese gibt sie satzungsgemäß jedes Jahr für Kinder- und Jugendarbeit oder für die Diakonie aus. Wer sich über die Stiftung “Kirche mit Zukunft” näher informieren möchte, findet hier entsprechende Informationen: www.kimz.de.

Stolz präsentieren die Leitungen der Evangelischen KiTas im Kirchenkreis Winsen ihre Neuanschaffungen von religionspädagogischem Material. Superintendent Berndt und der Geschäftsführer der Kitas, Roland Arndt, freuen sich über die Entscheidung des Stiftungskuratoriums.

Auf dem Foto zu sehen (von links nach rechts): Superintendent Christian Berndt, Kerstin Petersen (Ev. Hort Hanseschule), Roland Arndt (betriebsw. Geschäftsführer des Verbandes), Bianca Malitz (stellv. Leitg. Ev. Kindergarten „Unter dem Regenbogen“ Borstel), Susanne Reul (Ev. KiTa Matthias-Claudius-Weg), Silke Kietzmann (Ev. Kindergarten Stove), Silke Ebel (Ev. Integrativer Kindergarten Pattensen), Sara Neuling (Inklusionsbeauftragte des Verbandes), Daja Müller (stellv. Leitg. Ev. KiTa Fuhlentwiete), Ingrid Wessel (pädagogische Leitung des Verbandes), Anja Bursee (Ev. Kindergarten „Arche Noah“ Drennhausen). Es fehlt: Seyda Neumann (Ev. Kindergarten Stelle).

Wilfried Staake, Öffentlichkeitsbeauftragter des Ev.-luth. Kirchenkreises Winsen (Luhe)

 

Kindergarten im Matthias Claudius-Weg wird fünfzig

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Am Sonntag, 27. Januar feiern die Kinder mit ihren Erzieherinnen diesen besonderen Tag. Los geht es um zehn Uhr in der St. Marienkirche mit einem Familien-Festgottesdienst. Superintendent Christian Berndt und Pastor Paulo Goschzigk-Schmidt haben diesen gemeinsam mit Kindergarten-Leiterin Susanne Reul vorbereitet. Im Anschluss findet ein Empfang im Seitenschiff der Kirche für Groß und Klein statt. Eine Ausstellung zeigt Fotos und Dokumente von der Entstehung im Jahr 1963 bis heute.

Am Nachmittag findet zwischen 13 und 16 Uhr ein „Tag der offenen Tür“ im Kindergarten statt. Dann dürfen Interessierte sowie ehemalige Kindergartenkinder und ihre Eltern noch einmal in den Kindergarten gehen und sich informieren, wie es dort heute zugeht.

Eingeweiht wurde das Haus am 28. Januar 1963. Zu der Zeit (Foto) gab es noch keine Nachbarhäuser weit und breit. Die Geschichte des Kindergartens reicht aber noch weiter zurück. Zuvor befand er sich in der Kranwallstraße, wo alles als städtischer Kindergarten begann. Am 1. Februar 1959 übernahm die St. Mariengemeinde die Trägerschaft und nach langen Verhandlungen mit der Stadt, dem Land, dem Landkreis und der Landeskirche stand 1962 die Finanzierung für einen Neubau. Wurde am alten Ort noch von den Mitarbeiterinnen mit sieben Kohleöfen für die nötige Wärme im Winter gesorgt, so gab es im Neubau bereits eine Zentralheizung. Auch die pädagogische Arbeit sollte modernsten Erkenntnissen entsprechen. Bald schon reichten die beiden Gruppenräume nicht mehr aus und so wurde – wiederum am 1. Februar – 1969 ein dritter, nebst Küche und Mitarbeiterraum angebaut. 1986 erfolgte schließlich der Bau der Turnhalle.

Heute werden im Matthias-Claudius-Weg täglich 100 Kinder und im dazu gehörigen Hort an der alten Stadtschule noch einmal 30 Schüler von insgesamt 23 Mitarbeitenden betreut. „Neben dem Gebäude hat sich natürlich auch die pädagogische Arbeit verändert“ sagt Susanne Reul, die Leiterin der Kindertagesstätte. „Heute besuchen uns Kinder mit 16 verschiedenen Nationalitäten. Für diese Kinder ist die Sprachförderung eine wichtige Grundlage“.

Erkenntnisse der Montessori-Pädagogik gehörten genauso zum Kindergarten-Alltag wie ein gemeinsam zubereitetes gesundes Frühstück. Ein Gartentag, bei dem die Außenanlagen sommertauglich gemacht werden, der Martins-Umzug oder das Vater-Kind-Zelten seien weitere Highlights.

Inzwischen ist die Trägerschaft zum Evangelischen Kindertagesstätten-Verband übergegangen. Dies biete bessere Möglichkeiten bei der Finanzierung, dem Personaleinsatz sowie der Fortbildung der Mitarbeitenden, ist Susanne Reul überzeugt. Zum Verband gehören alle sieben Kindertagesstätten im Kirchenkreis Winsen. „Nach wir vor haben wir aber einen guten Draht zur St. Mariengemeinde“ sagt die Leiterin abschließend. „Wir freuen uns darauf, den Geburtstag zunächst in der Kirche zu begehen und Dank zu sagen für all‘ das Gute, was wir erleben durften“. 

Wilfried Staake, Öffentlichkeitsbeauftragter des Ev.-luth. Kirchenkreises Winsen (Luhe)

 

Sparkassenstiftung unterstützt Inklusionsprojekt in Pattensen

Scheckübergabe

Kinder und Trägervertreter des Lebenshilfekindergartens und des Ev. Integrativen Kindergartens Pattensen freuen sich bei der Scheckübergabe durch die Sparkassenstiftung (Foto: W. Staake)

Mit einem Scheck in Höhe von 1.250 Euro löste jetzt Stephan Rohn von der Stiftung der Sparkasse Harburg-Buxtehude in Pattensen große Freude aus. Für die gute Zusammenarbeit und die Idee, ein gemeinsames Atelier einzurichten, gab es die finanzielle Unterstützung.

Schon seit 2004 arbeiten der Kindergarten der Lebenshilfe und der Evangelische Kindergarten Pattensen sehr eng zusammen. Die Einrichtungen sind räumlich miteinander verbunden und so lag es nahe, auch inhaltlich zusammen zu arbeiten. Zumal die Lebenshilfe ausschließlich behinderte Kinder betreut und die evangelische Kita im Rahmen von Integrationsarbeit bis zu 4 Kinder mit und 62 Kinder ohne Behinderung sowie 15 Krippenkinder. Jeweils Freitags gibt es das Angebot: “Haus der offenen Tür”, bei dem die Kinder auch die jeweils andere Einrichtung für 90 Minuten besuchen und mit den dortigen Kinder spielen oder etwas unternehmen dürfen. Angeregt durch die UNO-Carta zur besseren Integration von Menschen mit Behinderungen soll bis 2012 eine vollständige “Inklusion” ermöglicht werden. Dies bedeutet, dass Kinder mit Behinderungen zukünftig jede Regeleinrichtung besuchen können. Bei diesem Prozess sind die Kitas auf einem guten Weg.

Die Sparkassenstiftung unterstützt mit ihrer Spende in diesem Jahr zwei Kooperationen zwischen Pädagogischen Einrichtungen. Die anderen geförderten Einrichtungen sind die Förderschule und die Hauptschule Ilmer Barg, die ebenfalls Tür an Tür liegen.

Wilfried Staake, Öffentlichkeitsbeauftragter des Ev.-luth. Kirchenkreises Winsen (Luhe)

Qualitäts-Offensive Evangelischer Kindertagesstätten

Gemeinsam mit den Fachberaterinnen Gabriele Bunk-Klempel (links) und Christiane Höppner-Groth (rechts) führt Referentin Ruth Woody die Seminartage zum Qualitäts-Management Evangelischer Kindertagesstätten durch. Foto: W. Staake

Mit einer Auftakt-Veranstaltung begann jetzt der zweite Qualitätsentwicklungsprozess Evangelischer Kindertagesstätten im Bereich Winsen und Lüneburg. Damit kommen die Einrichtungen dem Wunsch nach einer weiteren Qualitätssteigerung, aber auch einer Forderung aus dem Sozialgesetzbuch VIII nach. Hier ist festgelegt, dass die Qualität der Förderung des Kindes durch „geeignete Maßnahmen sichergestellt und weiter verbessert werden muss“.
„Dem wollen wir uns gern stellen“ sagt Gabriele Stein, Pädagogische Leitung der Evangelischen Kindertagesstätten-Verbände Winsen und Lüneburg. „Der Evangelische Kindergarten steht von je her für individuelle Förderung, Toleranz, Nächstenliebe und nicht zuletzt auch für eine glückliche Kindergartenzeit“.

Schon seit etwa zehn Jahren ist das Thema ‚Qualität der Pädagogischen Arbeit‘ immer wieder einmal auf der Tagesordnung der Erzieherinnen. Im Jahre 2005 begann der Kirchenkreis Winsen auf Anregung des Diakonischen Werkes Hannovers, einen verbindlichen Qualitäts-Entwicklungsprozess. Jetzt kommt die Weiterführung mit der Bezeichnung QMSK (Qualitäts-Management-System-Kindergarten). Dieses beinhaltet auch die Möglichkeit, die Einrichtungen nach DIN ISO 9000 zertifizieren zu lassen.

Zur Frage, was es für die eigentliche Arbeit bringt, sagt Gabriele Stein weiter: „Wir möchten, dass an erster Stelle das Kind mit seine Interessen steht. Alle anderen Aufgaben müssen sich dem unterordnen. Weiter ist uns wichtig, einheitliche Regelungen in allen Kitas zum Beispiel zur Platzvergabe, zur Elternarbeit oder auch zum Beschwerdemanagement zu erreichen“. Von solchen Angleichungen werden sowohl die Kinder, als auch die Eltern und die Mitarbeiterinnen profitieren.

An 11 Fortbildungstagen im Jahr 2011 lernen die KiTa-Leiterinnen die einzelnen Bausteine kennen und arbeiten mit ihren Mitarbeiterinnen entsprechend die Themen auf. Zum Ab-schluss kann eine Zertifizierung stattfinden. Ob nun ein Qualitätssiegel an der Tür klebt, oder nicht – Gabriele Stein ist überzeugt, dass dieser Qualifizierungs-Prozess sehr sinnvoll ist und positive Effekte für alle Beteiligten mit sich bringt. „Evangelische Kindertagesstätten leisten von jeher gute Arbeit und das soll auch bei steigenden Anforderungen so bleiben“.

Wilfried Staake, Öffentlichkeitsbeauftragter des Ev.-luth. Kirchenkreises Winsen (Luhe)

Top aktuell: Geschichten aus der Bibel –
Prof. Frieder Harz bildete 130 Evangelische Erzieherinnen fort

Prof. Frieder Harz aus München machte Evangelischen Erzieherinnen Mut, Kindern öfter die spannenden Geschichten aus der Bibel zu erzählen.

Die Evangelischen Kindertagesstätten-Verbände Winsen und Lüneburg hatten jetzt alle Mitarbeitenden zu einem Fortbildungstag in die Winsener St. Marienkirche eingeladen. Prof. Frieder Harz war für seinen Vortrag eigens aus München angereist. Er gilt als führender Fachmann in Sachen religiöser Vorschulpädagogik. Harz führte aus, dass es verschiedene Sichtweisen der Bibel gebe. Ihm gefalle, dass das „Buch der Bücher“ voller lebensnaher Geschichten sei, aus denen man viel lernen könne. Gerade für Kinder sei die Bibel spannend, weil sich in den Geschichten im Grunde alle Lebenssituationen wiederfinden. Das Spannende sei, so Harz weiter, dass alle biblischen Geschichten gut ausgingen. Dies mache Kindern Mut, auch in scheinbar ausweglosen Situationen die Hoffnung nicht aufzugeben. Ebenso wichtig seien Geschichten von Menschen, die Schuld auf sich geladen hätten und denen später vergeben wird. Kinder könnten daran lernen, sich und anderen etwas einzugestehen, ohne gleich als ganze Persönlichkeit in Frage zu stehen.

Harz machte den Pädagoginnen Mut, biblische Geschichten frei nachzuerzählen. Dies eröffne völlig neue Dimensionen und Perspektiven. So nahm er in seinen Beispielen sehr unterschiedliche Rollen ein. Im Gleichnis vom verlorenen Schaf liegt der Fokus meist auf dem Hirten, der das verlorene Schaf sucht und findet. Harz ließ dagegen das Schaf zu Wort kommen. So war sein Vortrag nicht nur informativ, sondern auch sehr unterhaltsam. In anschließenden Workshops konnte das Gehörte gleich praktische Anwendung finden und mit einem gemeinsamen Gottesdienst endete die Veranstaltung.

130 Evangelische Erzieherinnen und Erzieher besuchten die Religionspädagogische Fortbildung in der Winsener St. Marienkirche

Durch regelmäßige Fortbildungen ihrer Mitarbeiterinnen wollen die Kita-Verbände die begonnene Qualitätsentwicklung weiter vorantreiben und ihr religionspädagogisches Profil stärken. „Mit Gott groß werden macht Spaß und ist keinesfalls weltfremd“ so Roland Arndt, der Geschäftsführer des Verbandes Ev.-luth. Kindertagesstätten im Kirchenkreis Winsen (Luhe). „Kinder lernen bei uns Werte wie Toleranz, Nächstenliebe und Fürsorge kennen, die sie im späteren Leben dringend benötigen“. In den 24 Evangelischen Kindertageseinrichtungen im Landkreis Harburg werden derzeit etwa 1600 Kinder betreut.

„Schmusebär und Kratzekatze“ – Prävention gegen sexuelle Gewalt

„Schnusebär und Kratzekatze“

Der Deutsche Kinderschutzbund  stellte am 01. Februar  2010 in den Räumen der St.-Jakobus-Kirchengemeinde in Winsen sein Projekt „Schmusebär und Kratzekatze“ vor, an dem u.a. auch unser Evangelischer Integrativer Kindergarten in Pattensen aktiv mitgearbeitet hat.

vom Ev. Integrativen Kindergarten Pattensen arbeiteten u.a. mit: Frau Clasen, Frau Preuß und Frau Ebel (von links)

Das Projekt für Kinder im Alter ab 3 Jahren hat zum Ziel, einen langfristigen Beitrag zur Prävention gegen sexuelle Übergriffe zu leisten, indem Kinder in ihrer Selbstbestimmung über den eigenen Körper gestärkt werden.

Erzieherinnen im Landkreis Harburg haben sich während der vergangenen 2 Jahre gemeinsam  damit beschäftigt, ihre Vielfalt an Gefühlen zu erkennen und auf unterschiedliche Weise auszudrücken.

Nähere Informationen zum Präventionsprojekt „Schmusebär und Kratzekatze“ können Sie auf der Seite des Kinderschutzbundes und des Holzwurm-Theaters erhalten.

„Zuckertüte, Zahnspange, Hausaufgaben…“ – Schulkinder in Ev. Kindertagesstätten

Am Freitag, 13.11.2009 trafen sich 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Evangelischen Kindertagestätten  in Form einer „Morgenrunde“ zum Austausch über ihre Arbeit mit Schulkindern in den Horten und altersübergreifenden Gruppen unserer Kitas.

Moderiert wurde das Treffen von Frau Nicole Endruweit aus Hannover, die uns anschaulich über die enge Zusammenarbeit „ihres“ Hortes innerhalb eines Modellprojektes an der „Albert Schweizer Schule“ in Hannover  im Stadtteil Linden berichtete.  Zu Gast waren, neben unseren Mitarbeitenden, 3 Erzieherinnen aus Evangelischen Hortgruppen des Ev.-luth. Kindertagesstättenverbandes Lüneburg und eine Mitarbeiterin aus dem Kirchenkreis Bleckede.

 

Künftig werden sich die Erzieherinnen und Erzieher, die Kindern aus den 1. Bis 4. Klassen betreuen, 4x im Jahr  zum professionellen Gedankenaustausch und zu Fortbildungsveranstaltungen treffen, um die Qualität ihrer Arbeit zu verbessern.

Gabriele Stein
Pädagogische Geschäftsführerin