QMSK

Zertifizierung der ersten vier Kindertagesstätten

Am 15. März 2017 war es endlich soweit: in einer Feierstunde haben in der St.-Marien-Kirche in Winsen (Luhe) die ersten vier Kindertagesstätten das Zertifikat „Evangelische Kindertagesstätte“ der Bundesvereinigung Evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder e.V. (BETA) erhalten. Frau Doris Stadler vom Landesverband Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e.V. (levtek) überreichte die Zertifikate an die Leitungen des Ev. Kindergartens Stove, des Ev. Kindergartens Stelle, des Ev. Kindergartens „Trudis Arche“ in Pattensen und der Ev. Kindertagesstätte Matthias-Claudius-Weg in Winsen. Die Leitungen nahmen die Zertifikate stellvertretend für ihre Teams an, mit denen sie in den vergangenen Jahren das Qualitäts-Management-System Kindertagesstätten (QMSK) in den Kindergartenalltag implementiert und Prozessregelungen für nahezu alle Aspekte in der KiTa erarbeitet haben. Durch interne und externe Auditoren wurde gerpüft, ob die Einrichtungen damit die Qualitätsanforderungen der BETA erfüllen, die sich an den Vorgaben von DIN EN ISO 9001:2008 orientieren.

Im Beisein von Vertretern aus der Gemeinde Drage, der Gemeinde Stelle und der Stadt Winsen (Luhe), zahlreichen Eltern und Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern der vier Kirchengemeinden Marschacht, Stelle, Pattensen und St.Marien dankte die pädagogische Leitung des Kita-Verbandes Winsen, Ingrid Wessel, allen Mitarbeitenden für ihr Engagement und Energie, die in diesen Prozess eingeflossen sind. Als Präsent und Dank des Verbandsvorstandes für die Leitungen und Teams der vier KiTas überreichte sie gemeinsam mit Roland Arndt, dem betriebswirtschaftlichen Geschäftsführer des KiTa-Verbandes, allen Einrichtungen  eine Lutherrose, einer Züchtung des Winsener Gartenbaubetriebes Bruno Franz anlässlich des Reformationsjubiläums.

Die anderen Einrichtungen des Verbands streben eine Zertifizierung in den kommenden Monaten ebenfalls an.

Roland Arndt
betriebswirtschaftlicher Geschäftsführer des Verbandes Ev.-luth. Kindertagesstätten im Kirchenkreis Winsen (Luhe)

 

Qualitäts-Offensive Evangelischer Kindertagesstätten

Gemeinsam mit den Fachberaterinnen Gabriele Bunk-Klempel (links) und Christiane Höppner-Groth (rechts) führt Referentin Ruth Woody die Seminartage zum Qualitäts-Management Evangelischer Kindertagesstätten durch. Foto: W. Staake

Mit einer Auftakt-Veranstaltung begann jetzt der zweite Qualitätsentwicklungsprozess Evangelischer Kindertagesstätten im Bereich Winsen und Lüneburg. Damit kommen die Einrichtungen dem Wunsch nach einer weiteren Qualitätssteigerung, aber auch einer Forderung aus dem Sozialgesetzbuch VIII nach. Hier ist festgelegt, dass die Qualität der Förderung des Kindes durch „geeignete Maßnahmen sichergestellt und weiter verbessert werden muss“.

„Dem wollen wir uns gern stellen“ sagt Gabriele Stein, Pädagogische Leitung der Evangelischen Kindertagesstätten-Verbände Winsen und Lüneburg. „Der Evangelische Kindergarten steht von je her für individuelle Förderung, Toleranz, Nächstenliebe und nicht zuletzt auch für eine glückliche Kindergartenzeit“.

Schon seit etwa zehn Jahren ist das Thema ‚Qualität der Pädagogischen Arbeit‘ immer wieder einmal auf der Tagesordnung der Erzieherinnen. Im Jahre 2005 begann der Kirchenkreis Winsen auf Anregung des Diakonischen Werkes Hannovers, einen verbindlichen Qualitäts-Entwicklungsprozess. Jetzt kommt die Weiterführung mit der Bezeichnung QMSK (Qualitäts-Management-System-Kindergarten). Dieses beinhaltet auch die Möglichkeit, die Einrichtungen nach DIN ISO 9000 zertifizieren zu lassen.

Zur Frage, was es für die eigentliche Arbeit bringt, sagt Gabriele Stein weiter: „Wir möchten, dass an erster Stelle das Kind mit seine Interessen steht. Alle anderen Aufgaben müssen sich dem unterordnen. Weiter ist uns wichtig, einheitliche Regelungen in allen Kitas zum Beispiel zur Platzvergabe, zur Elternarbeit oder auch zum Beschwerdemanagement zu erreichen“. Von solchen Angleichungen werden sowohl die Kinder, als auch die Eltern und die Mitarbeiterinnen profitieren.

An 11 Fortbildungstagen im Jahr 2011 lernen die KiTa-Leiterinnen die einzelnen Bausteine kennen und arbeiten mit ihren Mitarbeiterinnen entsprechend die Themen auf. Zum Ab-schluss kann eine Zertifizierung stattfinden. Ob nun ein Qualitätssiegel an der Tür klebt, oder nicht – Gabriele Stein ist überzeugt, dass dieser Qualifizierungs-Prozess sehr sinnvoll ist und positive Effekte für alle Beteiligten mit sich bringt. „Evangelische Kindertagesstätten leisten von jeher gute Arbeit und das soll auch bei steigenden Anforderungen so bleiben“.

Nähere Einzelheiten zu QMSK gibt es hier.

Wilfried Staake, Öffentlichkeitsbeauftragter des Ev.-luth. Kirchenkreises Winsen (Luhe)